Vortrag und Diskussion mit Georg Lohmann (Arbeitsstelle für Menschenrechte Magdeburg) in Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland

Menschenrechte beanspruchen universelle normative Geltung. Partikulare Lebensformen und souveräne Staaten fürchten um ihre Autonomie. Wie lässt sich ein universales Menschenrechtsregime mit der Existenz einer Vielfalt von Kulturen vereinbaren, ohne dass die Durchsetzung von Menschenrechten zur Vernachlässigung oder gar Unterdrückung partikularer Lebensformen führt? Vertragen sich politischer Liberalismus und Multikulturalismus? Bedarf es einer Ergänzung der allgemeinen Menschenrechte um gruppenspezifische Sonderrechte?

Georg Lohmann ist Philosoph, Soziologe und Politikwissenschaftler. Von 1996 bis 2013 hatte er die Professur für Praktische Philosophie (C 3) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg inne und gründete dort 2006 die Arbeitsstelle für Menschenrechte. Seit der Emeritierung 2013 forscht Lohmann weiterhin vor allem zur Philosophie der Menschenrechte und im Bereich der Moralphilosophie. Er ist zudem einer der Direktoren der jährlich stattfindenden Summer-School „The Diversity of Human Rights” am Inter-University Centre Dubrovnik / Kroatien.