Podiumsgespräch mit Dieter Birnbacher (Deutsche Gesellschaft für humanes Sterben), Thomas Sitte (Deutsche Palliativstiftung) und Viola Schubert-Lehnhardt (Philosophin)

Moderation: Margit Glasow

Im Artikel 3 der Menschenrechtscharta ist das Recht auf Leben verbrieft. Ist auch die Entscheidung über das Ende unseres Lebens in diesem Recht enthalten? HumanistInnen antworten hier gern inbrünstig mit „Ja!“, müssen sich aber die Frage stellen, ob das Recht auf Sterben nicht eine gefühlte Pflicht zu Sterben kranker und gebrechlicher Menschen hervorruft. Wie können wir menschlich mit dem Sterben und Suizidwünschen umgehen? Würde nicht ein Ausbau der Palliativ- und Hospizarbeit ein umfassendes Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende zu einem machen, das am Ende gar nicht wahrgenommen wird? Und wenn, würde dieses Recht dann trotzdem gebraucht werden?