Seelsorge ist ein Begriff, der im deutschsprachigen Raum oft direkt mit den christlichen Kirchen in Verbindung gebracht wird. Lebensberatung und niedrigeschwellige vermeintlich „psychologische“ Betreuung durch Pfarrer sind oft die ersten Assoziationen. Doch seit Jahren gibt es in Ländern wie Belgien und den Niederlanden eine Tradition humanistischer Seelsorge, die sich nicht auf religiöse Dogmen bezieht, sondern den Menschen und seinen biographischen Prozess in den Mittelpunkt ihres Wirkens stellt. Auch in Deutschland gab und gibt es Versuche, neben der humanistischen Beratung auch eine Seelsorge institutionell zu verankern.

Über die Perspektiven humanistischer Seelsorge und die aktuelle Versorgungslage in Deutschland diskutieren auf dem HumanistenTag 2018:

  • Ulrike Dausel lebt in Belgien und übt dort seit 1997 den Beruf der hauptamtlichen humanistischen Beraterin aus. Sie wird aus ihrer beruflichen Praxis berichten.
  • Gabriele Will, Medizinerin, engagiert sich ehrenamtlich im Ambulanten Humanistischen Hospizdienst Stuttgart. Sie ist Mitglied der entsprechenden Steuerungsgruppe, hat eine Ausbildung in Humanistischer Sterbebegleitung und ist stellvertretende Koordinatorin der Einsätze.
  • Michael Brade ist als humanistischer Zeremoniar tätig und setzt sich in seiner Funktion als Präsident des HVD Dresden für die Zulassung humanistischer SeelsorgerInnen in Justizvollzugsanstalten ein.

Moderation: Margit Glasow