(K)ein Platz für Menschenrechte?

Fußball zwischen Hochglanzevents und Gewalt in den Kurven.

Zeitgleich zum HumanistenTag 2018 findet in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Die Vergabe der WM an Russland war und ist von Beginn an umstritten. Die FIFA schere sich nicht um Menschenrechte, hieß es, außerdem ignoriere sie geflissentlich autoritäre Politik und Zwangsarbeit auf den Baustellen der WM-Stadien. Angst bereitet derweil auch der gewalttätige Ruf nicht nur der russischen Fanszene. Noch ehe die Spiele begonnen haben, fürchten die Ersten bereits kommende Ausschreitungen in und außerhalb der Stadien.

Wir fragen: Wie steht es wirklich um die Menschenrechte vor Ort? Welchen Stellenwert räumt die FIFA den Menschenrechten ein? Und wem gehören die Kurven?

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Sylvia Schenk (Transparency International, FIFA Human Rights Advisory Board), Tobias Finger (Journalist) und Robert Claus (Fanforscher).

Fußball und Menschenrechte – zwischen Hochglanzevents und Gewalt in der Kurve

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ht18 ist Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018

Der HumanistenTag Nürnberg 2018 ist offizieller Beitrag zum Europäischen Kulturerbe-Jahr 2018.

Ausgerufen von der Europäischen Kommission und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, geht es unter dem Motto „Sharing Heritage“ darum, Europa den Europäern wieder ein Stück näher zu bringen. Das Bewusstsein für das reiche kulturelle Erbe soll geweckt werden, wie auch das Wissen um die gemeinsame europäische Geschichte.

Humanistisches Denken wiederum reicht mehr als 2.500 Jahre zurück, bis zu den DenkerInnen des antiken Griechenlands. Er schöpft aus den geistesgeschichtlichen Quellen der Renaissance und der Aufklärung, die mit Kant den „Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ forderte. Humanismus gehört insofern auch zum europäischen Kulturerbe – und der ht18 folgerichtig zum Europäischen Kulturerbe-Jahr 2018.

 

HumanistenTag on Air!

Einmal im Quartal strahlt Bayern 2 das Humanistische Magazin aus, eine vom HVD Bayern produzierte, knapp 15-minütige Sendung rund um aktuelle humanistische Themen (die aktuelle und ältere Sendungen zum Nachhören gibt es hier). In seiner Februarausgabe behandelte das humanistische Magazin nun auch den anstehenden HumanistenTag 2018 – und lud ein Mitglied des Orgateams zum Gespräch.

Die Gedanken sind frei?

Über Meinungs- und Pressefreiheit im neuen Autoritarismus.

In Artikel 19 der allgemeinen Menschenrechte sind Meinungs- und Informationsfreiheit und damit auch das Recht auf Freiheit der Presse verankert. Zwar war die Pressefreiheit schon immer hart umkämpft, doch es scheint als ob die Zahl der Angriffe auf diese Grundsäule demokratischer Gesellschaften in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, die für diese Rechte kämpft und Verletzungen dokumentiert, hält in einer Pressemitteilung besorgt fest, dass auch in vielen westlichen Ländern Spitzenpolitiker „ihre Geringschätzung gegenüber Journalisten offen zur Schau“ tragen. Donald Trump ist da wohl nur das bekannteste Beispiel unter vielen.

Auf einer Podiumsdiskussion befassen wir uns mit der Frage, wie die Pressefreiheit verteidigt werden kann und welche realen Auswirkungen die Aushöhlung dieser Rechte jetzt schon hat.

Hinter den Kulissen

Werdet HelferIn beim Humanistentag 2018.

Ohne die vielen Helferinnen und Helfer wäre der HumanistenTag nicht das Gemeinschaftserlebnis, das ihn so einzigartig macht. Werdet selbst Teil des HumanistenTags und helft mit: zum Beispiel als BetreuerIn von ReferentInnen, KünstlerInnen und Gästen, als kompetente Organisatorin hinter den Kulissen oder am Einlass.

Mitmachen lohnt sich. Versprochen! Näheres hier.

Thomas Fischer kommt zum HumanistenTag!

Als Mitglied des 2. Strafsenats am Bundesgerichtshof gehörte er zu den wichtigsten Juristen der Bundesrepublik, als Honorarprofessor lehrte er Rechtssoziologie, Strafrecht und Strafprozessrecht: Thomas Fischer. Um einen klaren Standpunkt war und ist Fischer nie verlegen, selbst oder erst recht dann nicht, wenn er sich mit ihm klar gegen die Mehrheitsmeinung stellt. Von 2015 bis 2017 schrieb er eine wöchentliche Kolumne für Die Zeit – und leicht verdauliche Kost waren die „Einlassungen von Deutschlands bekanntestem Strafrichter“ beileibe nicht immer. Dafür aber, und das wiegt ersteres doch locker auf, „ein heilsames Gegengift gegen den öffentlichen Schwachsinn, Aufklärung vom Feinsten“ (Juli Zeh).

Wir freuen uns auf Thomas Fischer und seinen Vortrag über „Menschenrechte, Demokratie, Populismus – Über die Form der Wert und den Wert der Form“.

Zukunft is the Future

Live long and prosper. Wissenschaft trifft Kabarett bei Vince Ebert.

Unsere Welt verändert sich mit rasender Geschwindigkeit. Als Kinder glaubten wir an eine glorreiche Zukunft, an den digitalen Reisewecker, das Dolomiti-Eis und Hoverboards. Heute kommunizieren wir über Uhren in Sekunden mit Menschen auf anderen Kontinenten, essen in Algen gerollten rohen Fisch und Heino covert Rammstein. Das war nicht vorauszusehen!

In seinem letzten Programm „Evolution“ schaute der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert in die Vergangenheit und zeigte uns, warum wir so sind, wie wir sind. In seinem neuen Programm wagt er einen Blick in die Zukunft. Wie werden wir in 20 Jahren sein? Wird uns Youtube mit Katzenvideos in den Wahnsinn treiben? Wann endlich kommt die Frauenquote im Vatikan? Kann die Erderwärmung durch Social Freezing verhindert werden? Und wieso sind fast alle Zukunftsprognosen falsch?

Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Kabarettabend mit Vince Ebert, einem, nein: DEM Diplomphysiker mit Humor!

Bestätigt: Zentrum für Politische Schönheit kommt zum ht18

Es vertritt einen nach eigenen Angaben „aggressiven Humanismus“. Seine Themen sind: Genozide. Flüchtlingssterben und Rüstungsknete. Die Methoden sind oft spektakulär, unbequem und stoßen oft auf nur wenig Gegenliebe. Seit 2009 organisiert das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) künstlerische Interventionen, zuletzt mit einem Nachbau des Holocaust-Mahnmals vor dem Haus des AfD-Politikers Bernd Höcke. „Widerstand ist eine Kunst, die weh tun, reizen und verstören muss“, schreibt das Kollektiv. Und wir freuen uns, dass das ZPS auf dem ht18 mit uns über Kunst und Menschenrechte diskutieren wird!

Novo ist Medienpartner des HumanistenTags 2018

Wir freuen uns: Das online erscheinende Novo-Magazin ist neuer Medienpartner des HumanistenTags 2018 in Nürnberg. Seit 1992 berichtet und kommentiert Novo über das Tagesgeschehen und aktuelle Themen unserer Zeit. Dabei nimmt es eine „konsequent humanistische Perspektive“ ein. Seinem Eigenanspruch nach ist Novo kontrovers und aufklärerisch, fortschrittsoptimistisch und gegen „jeden, der meint, weniger Freiheit wäre die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit.“